Stromaggregate gegen Blackout

Gemeinderat beschließt, mit der Anschaffung von Stromaggregaten für die Feuerwehren kräftig in die Sicherheitsinfrastruktur zu investieren.




Das Österreichische Bundesheer hat am Jänner 2020 im Rahmen des Sicherheitspolitischen Jahres­auftakts die Öffentlichkeit darüber informiert, dass seitens des Bundesheeres mit dem Eintritt eines Blackouts binnen der nächsten fünf Jahre mit einer 100-prozentigen Wahrscheinlichkeit gerechnet wird. Der Eintritt einer Pandemie wurde damals mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit beurteilt.


Als Blackout bezeichnet man den plötzlichen, überregionalen Stromausfall großer Stromnetze. Ein solcher Ausfall führt im Gegensatz zu lokalen Ausfällen vor allem bei längerer Dauer auch zu weitreichenden Infrastrukturausfällen, Telekommunikations-, Wasser-, Abwasser-, Geld-, Lebensmittel-, Gesundheitsversorgung usw. Ein großflächiger, längerfristiger Stromausfall würde unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen.

„Ohne Panik zu verbreiten, nehmen wir die Vorsorge für einen möglichen ‚Blackout‘ sehr ernst und wir bereiten uns seitens der Gemeinde darauf vor. So wird daran gearbeitet die wichtigsten Aufgaben der Verwaltung wie Wasserver- und Entsorgung, EDV, Wirtschaftshof (Müllentsorgung, evt. Winterdienst) Personal- und Budgetmanagement usw. krisensicher zu bekommen. Zum anderen wollen wir, mit der Investition von knapp € 230.000,- in neue Stromaggregate der Feuerwehr, auch die Feuerwehrhäuser blackoutsicher machen“, so Stadtrat Leopold Spitzbart (ÖVP), der 2020 die Agenden für Zivil- und Katastrophenschutz übernommen hat.

STR Spitzbart berichtet weiter: „Die Feuerwehrhäuser sollen neben der Einsatzvorsorge zu „Notversorgungsstellen“ in den Katastralgemeinden ausbaut werden. Die Notversorgungsstellen sind nicht dazu gedacht die gesamte Bevölkerung dort stationär unterzubringen und zu versorgen – es muss schließlich die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren weiterhin gesichert bleiben. Dies würde auch die Kapazitäten der Freiwilligen Feuerwehren sprengen. Grundsätzlich muss daher auf die Selbstversorgung der Bevölkerung gesetzt werden. Dort, wo die Selbstversorgung jedoch aussetzt oder nicht möglich ist, sollte ein Notversorgungskonzept eingreifen, insbesondere bei Bewohnern von Wohnungsanlagen ohne alternative Heizmöglichkeiten im Winter, bei zu pflegenden Personen oder Nahrungsmittelmangel. Die 9 Feuerwehrhäuser der Stadtgemeinde Klosterneuburg könnten dann neben der Einsatztätigkeit die Funktion als Notversorgungstelle übernehmen und so für die Bevölkerung rasch und einfach erreichbar sein.“

STR Leopold Spitzbart abschließend: „Mit der Investition von knapp € 230.000,- in Stromaggregate für die Feuerhäuser wird kräftig in die Sicherheitsinfrastruktur unserer Gemeinde investiert und ein weiterer Schritt in eine bessere Versorgung bei einem Blackout gemacht.“


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