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Energieerzeugung mit unserem Abwasser


Bild von links: Umweltgemeinderat STR Leopold Spitzbart, Referatsleiter Ing. Krzysztof Pyrek und Vizebürgermeister überprüfen die Ergebnisse der Energieproduktion der Kläranlage.


Seit Jahren wandelt die Kläranlage in Klosterneuburg Klärgas aus Klärschlamm mit einem Blockheizkraftwerk in Energie um und erzeugt somit jede Menge Ökostrom und Wärme. Die international für ihre Energieeffizienz ausgezeichnete Kläranlage ist ein wahrer Alleskönner. Durch stetige Ausbaumaßnahmen versorgt sie sich mittlerweile sogar zu rund 75% selbst mit Strom und Wärmeenergie und kommt dabei ihrer Hauptaufgabe, nämlich sauberes Wasser zu erzeugen, bestens nach.

Auf Einladung von Referatsleiter Ing. Krzysztof Pyrek besuchten Vizebürgermeister Mag. Roland Honeder und Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart die Kläranlage, um sich aktuell zu informieren.

Vizebürgermeister Mag. Honeder berichtet: „Unsere Kläranlage zählt zu einer der modernsten und umweltfreundlichsten Anlagen in ganz Europa, sie wurde 2014 sogar mit dem Climate Star ausgezeichnet.“

Täglich bereitet die Kläranlage rund 6.000 m3 Abwasser auf, welches dann in einem langen Prozess biologisch gereinigt und gefiltert wird. Dabei entsteht als Abfallprodukt ein Gemenge, das man als Klärschlamm bezeichnet, welcher dann in Faulbehältern gelagert wird und Klärgas produziert. Dieses Klärgas wird dann in einem Blockheizkraftwerk in der Kläranlage verbrannt. Die so gewonnene Energie zählt zu einer der umweltfreundlichsten und CO2 neutralsten Energien überhaupt. Im Jahr 2021 konnten so ungefähr 800.000 kWh Strom und ein großer Teil der für den Klärprozess benötigten Wärme erzeugt werden. Diese hohen Werte konnten durch technische Innovationen erzielt werden, wie zum Beispiel den Einbau einer Desintegrationsanlage, die die ausgegasten Klärschlammflocken spaltet, sodass die Bakterien erneut Gas erzeugen können. Durch diese Technik wird der Klärschlamm auch reduziert, sodass wesentlich weniger LKW-Fuhren anfallen, wenn man den übrig bleibenden Rest auf eine Deponie bringt, wo er schließlich wieder zu Erde wird.

Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart weiter: „Um den zusätzlich benötigten Strom für die Kläranlage aus eigenen Mitteln zu decken, wurden mehrere PV-Anlagen installiert, die 2021 zusätzliche 162.938 kWh des benötigten Stromes für die Kläranlage lieferten.“


Vizebürgermeister Mag. Roland Honeder fügt hinzu: “Wie wichtig Energieversorgungssicherheit ist, wird uns derzeit täglich vor Augen geführt. Unsere Kläranlage ist preisgekrönt für ihre Schritte Richtung Energieautarkie. Ebenso ist das Projekt sehr wirtschaftlich und damit gut für alle Gebührenzahler

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