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Zukunftsvision für das Pionierviertel

14 minutes ago
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Ein neues Kapitel für Bildung, Wohnen und Wirtschaft in Klosterneuburg



Das ehemalige Areal der Magdeburg-Kaserne – das sogenannte Pionierviertel – soll sich zu einem lebendigen, modernen und nachhaltigen Stadtteil für Klosterneuburg entwickeln. Bürgermeister Christoph Kaufmann und Vizebürgermeisterin Dr. Maria Theresia Eder präsentierten unter anderem vor Ort die weiterentwickelte Zukunftsvision für das derzeit weitgehend brachliegende Gelände.


Die VP Klosterneuburg sieht im Pionierviertel die Chance Bildung, Wohnen, Forschung, Wirtschaft, Arbeit und Sicherheit an einem Standort miteinander zu verbinden. Das seit Jahrzehnten weitgehend ungenutzte und versiegelte Areal soll dabei behutsam und entsprechend dem tatsächlichen Bedarf entwickelt werden.


Die Zukunftsvision im Überblick

Chancen für die Jugend und leistbarer Wohnraum

Klosterneuburg steht vor der Herausforderung, jungen Menschen Perspektiven in der Stadt zu bieten. Im Pionierviertel soll daher bedarfsgerechter Wohnraum entstehen und jungen Menschen ermöglicht werden, auch langfristig in Klosterneuburg zu leben.

Voraussetzung für eine Entwicklung ist ein entsprechender Hochwasserschutz zur Donau, der die notwendige Sicherheit für das Areal gewährleistet. „Ich möchte verhindern, dass unsere Jugend weiterhin abwandert, weil es in Klosterneuburg zu wenig adäquate Wohnmöglichkeiten für junge Menschen gibt. Wir sollten das Potenzial dieses brach liegenden Areals dafür nutzen, um die besten Chancen für die nächste Generation zu schaffen. Es bietet Platz für eine vielfältige, bedarfsorientierte und zukunftsgerichtete Nutzung, von der alle Menschen in Klosterneuburg etwas haben sollen“, sagt Christoph Kaufmann.

 

Bildungscampus mit kurzen Wegen

Ein zentraler Bestandteil der Vision ist ein integrierter Bildungscampus.

Neben dem bereits fixierten Standort für das Privatgymnasium soll das Areal auch Platz für eine Mittelschule sowie eine allgemeine Sonderschule bieten. Moderne Sport- und Freiflächen sollen das Bildungsangebot ergänzen.

Diese Sportflächen könnten außerhalb der Schulzeiten auch Klosterneuburger Vereinen und der Bevölkerung zur Verfügung stehen und damit einen zusätzlichen Mehrwert für die Stadt schaffen. „Wir könnten das, was da ist – ein altes Kasernengelände – für einen echten Bildungscampus nutzen, der zukünftig die besten Chancen für junge Menschen in Klosterneuburg ermöglicht. Das Areal bietet, wenn wir es aus der Bildungsperspektive betrachten, zusätzlich zum Privatgymnasium auch ausreichend Platz für die benötigte Mittelschule und zum Beispiel auch für die allgemeine Sonderschule. Das alles könnte im Pionierviertel mit kurzen Wegen konzipiert werden und noch dazu durch attraktive Sportflächen ergänzt werden, die außerhalb der Unterrichtszeiten auch für die leistungssport-orientierten Vereine in Klosterneuburg offenstehen könnten“, berichtet Vizebürgermeisterin Dr. Maria Theresia Eder.

 

Forschung, Arbeit und Wirtschaft

Das Pionierviertel soll auch neue Perspektiven für Forschung, Innovation und Wirtschaft eröffnen.

Geplant sind Flächen für Arbeitsplätze, Büros und Start-ups, die insbesondere jungen und gut ausgebildeten Menschen attraktive berufliche Möglichkeiten direkt in Klosterneuburg bieten sollen.

Damit könnte ein Umfeld entstehen, in dem Bildung, Forschung und wirtschaftliche Entwicklung eng miteinander verbunden sind.

 

Sicherheit und moderne Infrastruktur

Auch die Infrastruktur für die Einsatzorganisationen soll berücksichtigt werden. Ein neues Einsatzzentrum, beispielsweise für das Rote Kreuz, könnte die Rahmenbedingungen für die örtlichen Einsatzkräfte verbessern und eine moderne Infrastruktur für wichtige Sicherheits- und Rettungsleistungen schaffen.

„Unser Zukunftsbild für das derzeit brach liegende Pionierviertel wird auf Basis des ursprünglichen, unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeiteten Leitbildes an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Im Mittelpunkt stehen für uns dabei nun die Themen Bildung, Wohnen, Arbeit, Wirtschaft und Sicherheit. Wir wollen hier auch qualitätsvolle Freiräume für alle Menschen in Klosterneuburg schaffen und die sehr gute Anbindung für Fuß- und Radverkehr und den öffentlichen Verkehr bestmöglich nutzen“, so Christoph Kaufmann. „Ein konkretes Entwicklungskonzept für das Pionierviertel werden wir nach Abschluss der UVP-Einzelfallprüfung erarbeiten, damit wir alle Erkenntnisse daraus bestmöglich berücksichtigen können.“

 

Nachhaltige Mobilität

Bei der Entwicklung des Pionierviertels soll auch die sanfte Mobilität eine wichtige Rolle spielen.

Das Areal verfügt bereits heute über eine günstige Lage mit der direkten Anbindung an den Bahnhof Weidling mit S-Bahn und Busverbindungen sowie an das bestehende Radwegenetz, darunter den EuroVelo 6.

Damit bestehen gute Voraussetzungen, um bei der weiteren Planung auf eine möglichst umweltfreundliche und alltagstaugliche Mobilität zu setzen.


Die nächsten Schritte

Ein wichtiger nächster Schritt steht bereits Ende September an: Der Gemeinderat entscheidet über die Beantragung einer Einzelfallprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVP-G) beim Land Niederösterreich.

Mit einem Ergebnis wird im ersten Quartal 2027 gerechnet. Parallel dazu sollen die Vorbereitungen für die notwendigen raumordnungsrechtlichen Schritte und Widmungsverfahren beginnen.



Das Ziel

Das Pionierviertel bietet die Möglichkeit, ein heute weitgehend ungenutztes Areal schrittweise neu zu denken und dabei unterschiedliche Bedürfnisse miteinander zu verbinden:

mehr Chancen für junge Menschen, zeitgemäßer Wohnraum, moderne Bildungseinrichtungen, neue Arbeitsplätze, Raum für Forschung und Innovation, bessere Infrastruktur für Einsatzorganisationen und nachhaltige Mobilität.

Die weitere Entwicklung soll dabei bedarfsgerecht, nachhaltig und mit Blick auf die langfristige Zukunft Klosterneuburgs erfolgen.

 

 
 
 

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