Weinbauschule Klosterneuburg eröffnet hochmodernen Zubau - ein Meilenstein für Ausbildung und Forschung
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Die feierliche Eröffnung des „Zentrums Wein und Obst (ZWO)“ in Klosterneuburg markiert einen bedeutenden Meilenstein für den heimischen Wein- und Obstbau. Auf einer Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern wird hier künftig intensiv daran gearbeitet, wie die Winzerinnen und Winzer von morgen auf die großen Herausforderungen der Branche vorbereitet werden können. Dazu zählen insbesondere der Klimawandel, neue Schädlinge sowie ein sich wandelndes Konsumverhalten, das zunehmend alkoholfreie Alternativen nachfragt.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig unterstrich die Notwendigkeit von Forschung und Innovation: Steigende Temperaturen und neue, widerstandsfähige Schädlinge erforderten gezielte wissenschaftliche Antworten. Gleichzeitig werde auch an neuen Produkten und Trends geforscht, um auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.
Auch Direktor Reinhard Eder sieht im Neubau ein starkes Signal für die gesamte Branche. Trotz mancher Unsicherheiten gebe es keinen Grund für Pessimismus: Der Wein- und Obstbau habe Zukunft, und das neue Zentrum sei ein sichtbares Bekenntnis dazu. Für ihn persönlich erfüllt sich mit dem modernen Gebäude – inklusive erstem eigenen Turn- und Festsaal in der Schulgeschichte – ein lang gehegter Wunsch.
Das Zentrum bietet modernste Infrastruktur mit 25 Forschungsarbeitsplätzen, einem 430 Quadratmeter großen Forschungsgewächshaus sowie spezialisierten Unterrichts- und Laborräumen. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Rebenzüchtung, Pflanzenschutz und Nachhaltigkeit – zentrale Bereiche, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte in ihrer Rede die Bedeutung einer modernen, international ausgerichteten Ausbildung, die gleichzeitig regional verwurzelt ist. In Klosterneuburg werde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begeisterung für die Landwirtschaft geweckt und jungen Menschen eine Perspektive geboten.
Bürgermeister Christoph Kaufmann verwies zudem auf die lange Tradition des Weinbaus am Standort. Die Schule, gegründet 1860 im Kuchelhof des Stift Klosterneuburg, gilt als älteste Weinbauschule der Welt und hat bedeutende Entwicklungen hervorgebracht – darunter den bekannten Rotwein Zweigelt.
Mit einer Investition von 25 Millionen Euro setzt der Bund ein klares Zeichen für die Zukunft der Landwirtschaft. Das neue Zentrum verbindet Tradition mit Innovation und stärkt Klosterneuburg als international anerkannten Standort für Forschung und Ausbildung im Wein- und Obstbau.





























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