Wärme aus dem Kanal-Abwasser


Bild von links: Umweltgemeinderat STR Leopold Spitzbart, Referatsleiter Ing. Krzysztof Pyrek und Vizebürgermeister planen die Energiegewinnung bei der Kläranlage auszubauen.


Seit Jahren wandelt die Kläranlage in Klosterneuburg Klärgas aus Klärschlamm mit einem Blockheizkraftwerk in Energie um und erzeugt somit jede Menge Ökostrom und Wärme. Die international für ihre Energieeffizienz ausgezeichnete Kläranlage ist ein wahrer Alleskönner. Durch stetige Ausbaumaßnahmen versorgt sie sich mittlerweile sogar zu rund 75% selbst mit Strom und Wärmeenergie und kommt dabei ihrer Hauptaufgabe, nämlich sauberes Wasser zu erzeugen, bestens nach.

In der letzten Sitzung des Stadtrates wurde nun der Auftrag für eine Potentialanalyse zur Energiegewinnung aus dem Abwasser vergeben.

Vizebürgermeister und Energieeffizienzstadtrat Mag. Roland Honeder (ÖVP) berichtet: „Im kommunalen Abwasser steckt ein hohes Energiepotenzial. Täglich fallen in jedem Haushalt große Mengen an Abwasser an. Dabei beträgt die Temperatur des Abwassers das ganze Jahr hindurch im Allgemeinen zwischen 12 und 20 Grad und ist höher als die Temperatur von Grundwasser oder Außenluft. Die Energie des warmen Abwassers kann einerseits zur Heizung und Kühlung von Gebäuden, andererseits zur Warmwasseraufbereitung und damit höchst effizient zur Einsparung von fossilen Brennstoffen eingesetzt werden.“

Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart (ÖVP) ergänzt: „Um die Potenziale für die wirtschaftliche Nutzung von Energie aus Abwasser für die Stadtgemeinde Klosterneuburg herauszufinden, wurde nun die Erstellung einer Potentialstudie vom Stadtrat beauftragt. Im Falle des erwarteten positiven Ergebnisses der Potenzialstudie für bestimmte Bereiche bzw. Projekte der Stadtgemeinde Klosterneuburg könnte der nächste Schritt die Durchführung einer Machbarkeitsstudie sein, da das verfügbare Potential an Abwasserwärme wesentlich dazu beitragen kann, die Klima- und Energieziele zu erreichen. Sowohl die Potentialanalyse als auch die mögliche Machbarkeitsstudie werden durch den Klima-und Energiefonds gefördert.“


Vizebürgermeister Mag. Roland Honeder abschließend: „Wie wichtig Energieversorgungssicherheit und Energieeinsparung ist, wird uns derzeit täglich vor Augen geführt. Unsere Kläranlage ist preisgekrönt für ihre Schritte Richtung Energieautarkie – den erfolgreichen Weg wollen wir nun fortsetzen. Die hohe Energieeffizienz ist aber auch gut für alle Gebührenzahler, da Strom und Gas nur in geringerem Ausmaß teuer zugekauft werden müssen.“

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