Blau-gelbe Betreuungsoffensive wird auch wesentliche Verbesserungen für die Klosterneuburger Familie



LHF Mag. Mikl-Leitner stellte vor kurzem die Betreuungsoffensive für Familien mit Kindern mit kostenlosen Vormittagsbetreuungs-Angebote für alle Kinder unter 6 Jahren, flächendeckende Nachmittagsbetreuung in Wohnortnähe, kleinere Gruppengrößen, mehr Fachkräfte und weniger Schließtage vor.

Familienstadträtin Dr. Maria T. Eder und GRin Mag. Katharina Danninger konnten sich in einem persönlichen Gespräch mit Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner direkt informieren.


Hard-Facts der Blau-gelben Betreuungsoffensive

Kinderbetreuung ist für viele Familien eine der wichtigsten Aufgaben.

In 5 Jahren investieren Land und Gemeinden gemeinsam rund 750 Mio. Euro.

1) Kindergarten ab 2 Jahren, Kleinkinderbetreuung bis 2 Jahre

· Schließen der Lücke zwischen 2-jähriger Karenz und Kindergarten

· Ab September 2024

2) Gratis Vormittagsbetreuung für alle Kinder unter 6 Jahren

· Und: Leistbar am Nachmittag (max. 180 Euro)

· Bereits jetzt im Kindergarten

· Ab September 2023 auch in der Kleinkinderbetreuung

3) Kleinere Gruppen und bessere Betreuung

· Kindergarten: Verkleinerung der max. Gruppengröße auf 22

· 3 statt 2 Fachkräfte in jeder Kleinkindergruppe

· Ab September 2024

4) Weniger Schließtage in den Kindergärten

· nur mehr eine statt drei Wochen im Sommer geschlossen

· ab Sommer 2023

5) Flächendeckendes, wohnortnahes Nachmittagsangebot

• für bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf



„Kinderbetreuung ist für viele Familien eine der wichtigsten Aufgaben, bei denen wir ihnen bestmöglich und flächendeckend helfen wollen. Eine Aufgabe, die viele Gemeinden in unserem Land bisher unterschiedlich beantworten. Ich will, dass Niederösterreich das Mutterland moderner Familienpolitik ist. Jetzt schlagen wir für unsere Familien ein neues Kapitel auf: Eine Betreuungsoffensive für alle Kinder unter 6 Jahren, die Niederösterreich zu Kinderösterreich macht – ein Entlastungspaket für Eltern und Großeltern, das Niederösterreich zu Familienösterreich macht“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Das derzeit in Umsetzung befindliche Paket soll möglichst zeitnah im Niederösterreichischen Landtag beschlossen werden und in einer enormen Kraftanstrengung für Land und Gemeinde zum Wohle der Familien mit mehr als 750 Millionen Euro bis 2027 umgesetzt werden.

Fünf wesentliche Eckpunkte stehen dabei im Fokus. Zum ersten soll das Eintrittsalter in den Kindergarten ab September 2024 bereits 2 Jahre betragen, damit wird die Lücke zwischen Ende der Karenzzeit und dem Eintritt in den Kindergarten geschlossen. Darüber hinaus wird es ab September 2023 eine kostenlose Vormittagsbetreuung für unter Sechsjährige verfügbar sein. Dies betrifft nicht nur die Kindergärten, sondern zum ersten Mal auch die Kleinkinderbetreuung (Kinderkrippen). Um ein flächendeckenderes Angebot in unmittelbarer Wohnortnähe auszubauen, werden die Öffnungszeiten der Nachmittagsbetreuung verlängert und Gemeindekooperationen verstärkt. Diese bleibt zwar kostenpflichtig, wir aber von durchschnittlich 400 Euro pro Jahr auf maximal 180 Euro gesenkt werden. Die Verkleinerung der Gruppen sowie die zusätzlichen Fachkräfte bei allen Kleinkinderbetreuungen sichern eine qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kleinsten. Zudem werden im Jahr 2023 die gesetzlichen Schließtage in den Sommerferien von drei Wochen auf eine verkürzt. Rund 750 Millionen Euro werden für diese Offensive in den nächsten 5 Jahren aufgebracht.

Schon in der Vergangenheit wurden dafür viele Akzente gesetzt, so beträgt die Betreuungsquote bei den 3-6 jährigen 98,3 Prozent in ganz NÖ.

In Klosterneuburg werden derzeit in den 10 öffentlichen Kindergärten rund 900 Kinder ab 2,5 Jahre flächendeckend betreut. Dazu kommen noch 3 private Einrichtungen und Tagesmütter, so dass ca 60% aller 1-3 jährigen in Klosterneuburg einen Kleinkindbetreuungsplatz vorfinden.

Die Betreuungsoffensive wird auch eine signifikante Erhöhung der Kindergartengruppen für Klosterneuburg bedeuten und wird von Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager grundsätzlich begrüßt:„Ich halte die angekündigten Maßnahmen grundsätzlich für ein starkes Zeichen gegen den Arbeitskräftemangel und den raschen Wiedereinstieg nach der Karenz.Wir werden den Rechenstift aber mehrmals in die Hand nehmen. Schließlich müssen wir wieder ausbauen und wesentlich mehr Personal anstellen. Neben der Finanzierung wird uns der Arbeitskräftemangel dabei besonders herausfordern. Uns kommt nun zu Gute, dass wir den Kindergarten Weilguni und die Kinderkrippe am Grund der alten Feuerwehr Weidling gegen alle Widerstände durchgesetzt haben. Das Land habe ich bereits um die Zahlen für unsere Gemeinde gebeten und erwarte einen finanziellen Aufwand mehrerer Millionen. Für diese Sonderfinanzierung braucht es neben Förderungen auch neue Regeln bei der Schuldenaufnahme, dann können wir das schaffen. In einem ersten Schritt werden wir dafür sorgen, dass die vorhandenen Kapazitäten jenen zu Gute kommen, die einen tatsächlichen Bedarf aufgrund ihrer Beschäftigung haben.“

Familienstadträtin Dr. Maria T. Eder begrüßt diese nachhaltigen Maßnahmen für Familien sehr: „Die vom Land NÖ angekündigte Betreuungsoffensive ist ein wichtiger und richtiger Schritt für alle Familien in Klosterneuburg und ist obwohl es uns als Gemeinde sehr fordern wird, absolut begrüßenswert. Mit der Absenkung des Kindergarteneintrittsalters auf zwei Jahre und der Reduzierung der Kinderanzahl in den Gruppen wird es notwendig sein, neue Gruppen in Klosterneuburg einzurichten - gut dass wir uns hier mit den neuen Projekten, wie dem neuen Kindergarten beim Weilguni und der neuen Kinderkrippe in Weidling vorsorgen konnten. Ein wichtiger Punkt dieses Maßnahmenpaketes ist, dass ab Herbst 2023 der Besuch der Krabbelstube für Kinder am Vormittag gratis sein wird. Die entsprechende Förderung hierfür erhalten auch private Anbieter, auch der Nachmittagsbeitrag wird gedeckelt sein. Damit werden die Familien massiv entlastet werden und auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird vor allem für Frauen aktiv gefördert.

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