Ausbau der Naturwärme in Klosterneuburg – Lückenschluss nach Kritzendorf

Seit dem Jahr 2010 arbeiten Vizebürgermeister Mag. Roland Honeder und Umweltgemeinderat Stadtrat Leopold Spitzbart an der Weiterentwicklung der Energieversorgung der Stadtgemeinde sowie der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Klosterneuburgs mit erneuerbaren Energien. Ebenso wird auch laufend daran gearbeitet, die Effizienz des Einsatzes dieser Energie zu erhöhen. Wie in zahlreichen Artikeln und Reden von Vizebürgermeister Mag. Honeder betont, sind die Gründe für dieses Engagement:

1. die Sicherung der Energieversorgung der Klosterneuburgerinnen und Klosterneuburger,

2. der Einsatz für eine intakte Umwelt und gegen den Klimawandel,

3. die Sicherung von regionaler Wertschöpfung und

4. die Verhinderung des Geldabflusses in Länder mit geringen demokratischen und menschenrechtlichen Standards.

Leider sind nicht zuletzt durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mittlerweile all diese Punkte aktueller denn je.

Dank eines konsequenten Einsatzes von Vizebürgermeister Mag. Honeder und Stadtrat Spitzbart kann der Wärmeenergiebedarf der Stadtgemeinde z.B. für Schulen, Kindergärten, die Kläranlage, das Happyland, etc. schon zu ca. 75% mit alternativen Energiequellen gedeckt werden. Ca. 15% des Stroms der von der Stadtgemeinde gebraucht wird, wird schon selbst erzeugt. Der übrige Bedarf wird ausschließlich durch Strom aus Wasserkraft gedeckt.

Neben dem Ausbau der städtischen Photovoltaikanlagen, der Nutzung von Klärgas für die Energiegewinnung in der Kläranlage, Energieeffizienzmaßnahmen wie der Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LEDs und vielen anderen Maßnahmen war und ist die Errichtung eines Naturwärmenetzes ein Arbeitsschwerpunkt der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der EVN. Derzeit umfasst das Naturwärmenetz in Klosterneuburg rund 13 km – davon wurden rd. 9,5 km seit Ende 2020 neu verlegt. Im Endausbau wird das Naturwärmenetz insgesamt rd. 20 km lang sein. Der Naturwärmeabsatz umfasst derzeit schon rd. 14 GWh, im Endausbau rechnet man mit einem Naturwärmeabsatz von 47 GWh: Damit könnten in Klosterneuburg rd. 14.000 t CO2 / Jahr eingespart werden – das entspricht dem Ausstoß von rd. 6.000 PKW / Jahr.

Mit dem Bau der Biomasseanlage wurde im Mai 2020 begonnen. Seit Oktober 2020 liefert die Anlage Naturwärme ans Netz. Das Heizwerk hat eine Nennleistung von 18 MW – es gibt zwei Biomassekessel mit 4,5 MW und einen Gaskessel mit 9 MW als Spitzenlastabdeckung und Ausfallsreserve und einen 90.000 l großen Pufferspeicher. Um förderwürdig zu sein, muss im Naturwärmenetz ein Biomasseanteil von über 80% in Österreich nachgewiesen werden. In Klosterneuburg werden sogar 90% oder darüber (Biomasse ist ökologischer und günstiger!) angestrebt.

Pro Jahr benötigt die Anlage im Endausbau rd. 95.000 Schüttraummeter Waldhackgut. Durch die Kooperation mit regionalen Holzlieferanten (Stadtgemeinde, Landwirte, Stift, …) entsteht allein dadurch eine lokale Wertschöpfung von mehr als 1,25 Millionen Euro / Jahr.

Rund 18 Mio. Euro – davon rd. 6. Mio Euro für die Biomasseanlagen und rd. 12 Mio. Euro für die Erweiterung des Naturwärmenetzes - werden für dieses Projekt investiert.

Neben anderen Bereichen der Stadt erfolgt ein Ausbau des Naturwärmenetzes auch Richtung Kritzendorf. Der Zusammenschluss der Naturwärmeleitungen von Klosterneuburg mit dem schon 2016 errichteten Naturwärme-Mikronetz in Kritzendorf ist für dieses Jahr geplant. Daher wird es auch in Kritzendorf für Interessenten bis ungefähr auf Höhe des Amtshauses eine ökologische und vor allem sichere Energieversorgung in diesem Herbst geben können. Vizebürgermeister Mag. Honeder appelliert daher: „Im Sinne der Versorgungssicherheit unserer Stadt und anderer guter Gründe bitte ich jeden der die Möglichkeit hat, ökologisch zu heizen. Die Naturwärme bietet dafür sicher eine gute Möglichkeit. Jeder Kubikmeter Gas, den wir im nächsten Winter nicht brauchen, hilft und finanziert außerdem keine Kriege mehr.“

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