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Die Zukunft des Waldes in Klosterneuburg

14.07.2018

 

 

Das Eschentriebsterben trifft auch die Stadtgemeinde Klosterneuburg hart. Mit dem Beschluss 6000 Bäume zu pflanzen sowie einen Generationenwald auszusetzen sind umfangreiche Aufforstungsmaßnahmen gesichert. Alle Maßnahmen stehen auch im Zeichen der Artenvielfalt und der nachhaltigen Bewusstseinsbildung für den wertvollen Lebensraum Wald. Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager, Vize. Bürgermeister Mag. Roland Honeder und Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart präsentierten bei einem Medientermin die geplanten Maßnahmen zur Zukunft des Waldes. 

 

Aufforstung von 6.000 Bäumen 

Im Frühjahr 2019 werden auf einer Fläche von rund 3,3 Hektar, die im Forstbesitz der Stadt stehen und im Zuge des Eschentriebsterbens bearbeitet werden mussten 6.000 Bäume ausgepflanzt. Für die Vorbereitung des Waldbodens, den Ankauf der Forstpflanzen, die Pflanzung selbst sowie weitere Maßnahmen zu Baumschutz und Befestigung ist eine Investition von rund € 82.200,- veranschlagt.  

 

Generationenwald

Beim Generationenwald ist geplant für jeden Taferlklassler einen Baum zu pflanzen. Bei diesem Jungwald soll dann eine Tafel an den jeweiligen Jahrgang erinnern. 

Die Kinder sollen dabei nicht nur bei der Pflanzung mitwirken, sondern auch das Aufwachsen der Bäume begleiten und erleben. Damit können nicht nur weitere Waldflächen für die Zukunft gesichert werden, sondern auch Naturerfahrungen und Umweltbewusstsein vermittelt werden. Die Detailplanungen dafür laufen, Start sollte ebenfalls 2019 sein.

 

Petition zur Wegesicherung

Die Maßnahmen zur gesetzlich vorgeschriebenen Wegesicherungspflicht sorgen in der Bevölkerung für Diskussionen. Diese sind aufgrund des Forstgesetzes und nicht zuletzt der Haftungsfrage notwendig. Im Zuge der Wegesicherung haftet der Waldeigentümer entlang von Straßen und markierten Wanderwegen für Schäden, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste entstehen können.

 

Der Gemeinderat möchte im Herbst eine Petition an die Bundesregierung richten, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Haftung abzuändern. Ziel ist, die Wegesicherungspflicht zu entschärfen, um weniger Bäume schlagen bzw. nicht in dem derzeit notwendigen Ausmaß fällen zu müssen.

 

Errichtung eines Rückeweges im Stadtwald

Jetzt im Juli wird mit der Errichtung eines Rückeweges begonnen. Der beliebte Wanderweg von der Schauergasse zur Lange Gasse ist leider nach wie vor wegen des Eschentriebsterbens gesperrt. Der Rückeweg ist aufgrund des schwierigen Territoriums notwendig und verläuft von der Schauergasse bis hin zur Haschhofstraße. Der bestehende Wanderweg wird in den Rückeweg eingebunden, damit der Eingriff in den Waldboden möglichst gering ausfällt. Nach Abschluss der Arbeiten wird im Herbst 2018 mit den gesetzlich vorgeschriebenen Wegesicherungsmaßnahmen begonnen. Auch muss der Grenzzaun zur Liegenschaft AUVA Stollhof gesichert werden, da die dort stehenden Bäume immer wieder auf den Zaun und das darunterliegende Grundstück fallen und große Schäden anrichten. Hier ist eine Durchforstung des Baumbestandes notwendig.

 

Die Stadtgemeinde Klosterneuburg ist bemüht, die notwendigen Eingriffe so gering wie möglich zu halten, ersucht jedoch um Verständnis, dass sie der Wegesicherung verpflichtet ist. Maßnahmen zur Hintanhaltung und Vermeidung von Schäden gegenüber Dritten sind unabdingbar. An die Bevölkerung wird appelliert, die bestehenden Sperren unbedingt einzuhalten.

 

Hintergrund

Forstarbeiten der Stadtgemeinde aufgrund des Eschentriebsterbens laufen seit dem Frühjahr 2017. Mit Anfang Juni dieses Jahres wurden zwei Drittel der Bäume im öffentlichen Raum (also Parks und Grünflächen der Stadt) bereits durch die Stadtgärtner nachgesetzt. Die neuen Bäume wurden so ausgewählt, dass sie als Nahrung für Insekten und somit der Artenvielfalt dienen.

 

In der Holzgasse, die bei dem Pressetermin als Anschauungsmaterial dient, wurde 2012 nach Wegesicherungs- und Waldverjüngungsmaßnahmen aufgeforstet. Der junge Mischwald besteht aus insgesamt 1.700 Lärchen, Schwarzkiefern, Vogelkirschen, Traubeneichen, Elsbeeren, Speierlingen, Walnuss, Wildapfel, Winterlinden und Spitzahorn.

 

Die Stadtgemeinde Klosterneuburg informiert über alle Sperren detailliert auf ihrer Homepage www.klosterneuburg.at. Jeder Schritt und die jeweiligen Aufhebungen der Sperren werden hier bzw. über den Newsletter (Anmeldung kostenlos via Homepage – Aktuelles) kommuniziert.

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