Land Niederösterreich fördert Hochwasserschutz in Klosterneuburg

25.08.2014

Bild (v.l.): Start für einen großen Schritt nach vorne in Sachen Hochwasserschutz: Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Klosterneuburgs Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager

 

Das Land Niederösterreich stellt 300.000 Euro zur Verfügung. Somit ist die Realisie- rung eines Hochwasserschutzsystems am Kierlingbach fix. Klosterneuburg ist es damit möglich, den neuesten Standard umzusetzen – in ökologischer, wirtschaftlicher sowie technischer Hinsicht. 

Dank Beteiligung von Bund, Land und Fördermitteln der EU mit einem Gesamtinvestiti- onsvolumen von 1.500.000 Euro kann Klosterneuburg jetzt in die Offensive gehen. „Die Stadtgemeinde übernimmt 75.000 Euro der Gesamtinvestition, das sind fünf Prozent. In den Hochwasserschutz wird laufend investiert. Die jüngste Maßnahme, ein mobiler Hochwasserschutz an der Donau, hat sich im Juni 2013 bereits mehr als bezahlt ge- macht“, freut sich Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager. 

Geplant sind mehrere Rückhaltebecken (Retentionsbecken) kombiniert mit Abflusser- tüchtigungen im Gerinne des Kierlingbachs. Alleine das Rückhaltebecken am Marbach, dem linken Zubringer, wird ein Retentionsvolumen von 38.000 m3 fassen und Betriebe und Wohnobjekte auch vor 100-jährigen Hochwassern schützen. Derzeit laufen Aus- schreibungen, im Spätherbst dieses Jahres soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Jene Bäume, die für die Bauarbeiten im Uferbereich weichen müssen, werden durch Nachpflanzungen ersetzt. 


„Der bestmögliche Schutz der Klosterneuburger vor Überflutungskatastrophen hat in einer Gemeinde, die einerseits an der Donau gelegen, andererseits in den von Wasser- reichtum geprägten Wienerwald eingebettet ist, oberste Priorität“, betont Schmuckenschlager. „Dass damit immer Eingriffe in das Ökosystem verbunden sind, ist uns be- wusst. Um diese so gering wie möglich zu halten, setzt die Stadt bei Bächen auf Hochwasserrückhaltebecken.“ Damit bewegt sich Klosterneuburg auf dem international neuesten Standard in Sachen Hochwasserschutz. Nicht zuletzt aus umwelttechnischen Gründen gelten solche Retentionsbecken bei Bächen als erste Wahl. Die Unterlieger werden besser geschützt, da die Hochwasserwelle erst gar nicht bis in das Siedlungsgebiet vordringt. 

Das Hochwasserschutzsystem soll aus insgesamt fünf Rückhaltebecken am Haselbach, Rambach, Lourdesbach, Marbach sowie Kierlingbach im Bereich der Stegleiten bestehen. Da die Becken am Hasel- und am Rambach auf Gemeindegebiet von St. Andrä Wördern zu liegen kommen, wurde Kontakt mit Bürgermeister Stachelberger aufgenommen. Der Gemeindevorstand der Nachbargemeinde hat bereits grundsätzlich grünes Licht für die weiteren Schritte gegeben. 

Die Stadtgemeinde arbeitet laufend an der Entschärfung aller Hochwasserfronten. Bei sämtlichen Hauptvorflutern, das sind die Donau sowie die großen Bäche, sind Maßnahmen bzw. Planungen in Arbeit. An der Donau ist Klosterneuburg bereits zu 95 Prozent geschützt, was sich bei dem Hochwasserereignis 2013 bestens bewährt hat. Im Februar des Jahres wurde eine Vorstudie für noch offene Kleinbereiche (die Donaustraße in Klosterneuburg, die Anzengrubergasse in Kritzendorf) beauftragt. Die Studie wird demnächst im Wasserausschuss beraten und im Herbst der betroffenen Bevölkerung vorgestellt werden. Für den Weidlingbach hat die NÖ Landesregierung eine Abflussuntersuchung in Auftrag gegeben, auf dessen Basis die Stadt die weiteren Schritte festlegen wird.

 

 

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